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Ruhetag auf Ägina – Urlaub in Griechenland – Teil 4

Eine strahlende Aussicht auf das Meer von Attika. Hier im Hafen der Hauptstadt der Insel Ägina (Attika, Griechenland, September 2020).


Wenn du es eilig hast, gehe langsam. Wenn du es noch eiliger hast, mache einen Ruhetag.

Verändert nach einem japanischen Sprichwort: „Isogaba maware“ – „Wenn Du es eilig hast, mach einen Umweg.“

Eile mit Weile …

Wie hier berichtet, habe ich die ersten Tage meines Urlaubs in Griechenland im Athener Küstenvorort Varkiza (griech. Βάρκιζα) verbracht. Und dabei eine ganze Menge erlebt (hier nachzulesen). Nach vier Tagen zog es mich auf die Insel Ägina, die ab Athen in nur 1 Stunde Fährfahrt erreicht werden kann. Hier mehr zum Tag meiner Anreise. Den ersten vollen Tag habe ich mit Sightseeing verbracht. Heute gönne ich mir einen Ruhetag auf Ägina. Am Strand liegen, Schwimmen, Lesen, Fotografieren und Flanieren. Das sind meine „Big Five“ für heute. Was brauche ich noch mehr?

  • Ruhetag auf Ägina: Als ob nicht nur ich heute einen Ruhetage einlegen würde...
  • Ruhetag auf Ägina: Als ob nicht nur ich heute einen Ruhetage einlegen würde...

Random Photography! Ein kleiner Eindruck meines Spaziergangs in der Hauptstadt der Insel Ägina: Kirchen, alte Bauten und verfallene Gemäuer (22.09.2020, Ägina, Griechenland).

Residenz eines Schriftstellers

Der bekannte griechische Schriftsteller Nikos Kazantzakis hatte in seiner zweiten Lebenshälfte sein Zuhause auf Ägina. Nach seiner Reise nach Ägypten und in den Sinai, wo er als Korrespondent eines Athener Verlages unterwegs war, zog er sich im Mai 1927 auf Ägina zurück. Damit beendete er seine ausgiebige Reisetätigkeit. Der aus Heraklion (Kreta) stammende Grieche schrieb zahlreiche literarische Werke. Neben der ‚Griechischen Passion‘ war die Erzählung von Alexis Zorbas, einem kretischen Lebemenschen und Lebenskünstler, sicherlich seine bekannteste Erzählung. Der Roman wurde von Michael Cacoyannis im Jahr 1964 mit Anthony Quinn in der Hauptrolle verfilmt. Das Haus von Kazantzakis liegt direkt an der Küste im Norden der Hauptstadt.

Wie ein Ruhetag auf Ägina aussehen kann…

Am Hafen von Ägina bin ich gerne spazieren gegangen. Am Besten früh morgens oder abends nach Sonnenuntergang. Die dämmerige Stimmung lädt sehr dazu, den Booten und Schiffen beim Ein- und Ausfahren zuzusehen. Auf der Höhe der kleinen Kapelle des Heiligen Nikolaos des Meeres (Παρεκκλήσι Αγίου Νικολάου του Θαλασσινού) gelingt dies besonders gut. Außer den Tauben und den Möwen ist sonst (noch) niemand (mehr) hier.

  • An einem Ruhetag auf Ägina sitze ich am Hafen und sehe dem Schiffstreiben auf dem Wasser zu.
  • An einem Ruhetag auf Ägina sitze ich am Hafen und sehe dem Schiffstreiben auf dem Wasser zu.

Der Hafen von Ägina im Morgenrot: Hier tummeln sich ein paar Tauben und sicherlich auch Möwen. Und eben ich (Ägina, Attika, Griechenland (September 2020).

Ein Anker für Details …

Ein rostiger Anker markiert den Eingang zum Hafen von Ägina, der Hauptstadt der griechischen Insel Ägina (Griechenland, 22.09.2020)
Ein rostiger Anker markiert den Eingang zum Hafen von Ägina, der Hauptstadt der griechischen Insel Ägina (Griechenland, 22.09.2020)

An diesem Morgen lasse ich mich von einem rostigen Anker aufhalten, der bereits großzügig von Krebstieren besetzt ist. Die oft wie Muscheln oder Kalk anmutenden Lebewesen gehören nicht selten der Ordnung der Seepocken innerhalb der Teilklasse der Rankenfußkrebse an. Sie leben ‚sessil‚ („sesshaft“) oder parasitisch an anderen Tieren und sind ausschließlich marin vorfindbar. Da ich allerdings keine Meeresbiologin bin, können es auch andere Krebstiere gewesen sein 🙂

  • Ein rostiger Anker markiert den Eingang zum Hafen von Ägina, der Hauptstadt der griechischen Insel Ägina (Griechenland, 22.09.2020)
  • Ein rostiger Anker markiert den Eingang zum Hafen von Ägina, der Hauptstadt der griechischen Insel Ägina (Griechenland, 22.09.2020)
  • Ein rostiger Anker markiert den Eingang zum Hafen von Ägina, der Hauptstadt der griechischen Insel Ägina (Griechenland, 22.09.2020)
  • Ein rostiger Anker markiert den Eingang zum Hafen von Ägina, der Hauptstadt der griechischen Insel Ägina (Griechenland, 22.09.2020)
  • Ein rostiger Anker markiert den Eingang zum Hafen von Ägina, der Hauptstadt der griechischen Insel Ägina (Griechenland, 22.09.2020)
  • Ein rostiger Anker markiert den Eingang zum Hafen von Ägina, der Hauptstadt der griechischen Insel Ägina (Griechenland, 22.09.2020)
  • Ein rostiger Anker markiert den Eingang zum Hafen von Ägina, der Hauptstadt der griechischen Insel Ägina (Griechenland, 22.09.2020)
  • Ein rostiger Anker markiert den Eingang zum Hafen von Ägina, der Hauptstadt der griechischen Insel Ägina (Griechenland, 22.09.2020)
  • Ein rostiger Anker markiert den Eingang zum Hafen von Ägina, der Hauptstadt der griechischen Insel Ägina (Griechenland, 22.09.2020)

Ruhetag auf Ägina: Ja, aber nicht ohne Kamera!

Fotografin wird aus mir vielleicht keine mehr. Aber manchmal habe ich direkt Phasen, wo ich von der Kamera fast nicht mehr loskomme. Dazu reicht ein Motiv, das ich umkreise wie ein Tiger auf der Pirsch. Und während ich das tue mache ich Fotos aus allen Winkeln und jeder Perspektive. Eine Serie einer solchen „Foto-Pirsch“ könnt ihr gleich hier unten sehen.

  • Was war zuerst im Fokus meines Auges? Der zinnoberrote Stuhl oder das petrolblaue Eisentor? Völlig egal! Beides kommt aufs Foto.
  • Was war zuerst im Fokus meines Auges? Der zinnoberrote Stuhl oder das petrolblaue Eisentor? Völlig egal! Beides kommt aufs Foto.
  • Was war zuerst im Fokus meines Auges? Der zinnoberrote Stuhl oder das petrolblaue Eisentor? Völlig egal! Beides kommt aufs Foto.
  • Was war zuerst im Fokus meines Auges? Der zinnoberrote Stuhl oder das petrolblaue Eisentor? Völlig egal! Beides kommt aufs Foto.
  • Was war zuerst im Fokus meines Auges? Der zinnoberrote Stuhl oder das petrolblaue Eisentor? Völlig egal! Beides kommt aufs Foto.
  • Was war zuerst im Fokus meines Auges? Der zinnoberrote Stuhl oder das petrolblaue Eisentor? Völlig egal! Beides kommt aufs Foto.
  • Was war zuerst im Fokus meines Auges? Der zinnoberrote Stuhl oder das petrolblaue Eisentor? Völlig egal! Beides kommt aufs Foto.

Was war zuerst im Fokus meines Auges? Der zinnoberrote Stuhl oder das petrolblaue Eisentor? Völlig egal! Beides kommt aufs Foto.

Mein „Opfer“ war eine kleine Taverne oder vielmehr das eiserne, petrolblau gestrichene Eingangstor dieser Taverne, in die die späte Nachmittagssonne ein paar Strahlen durch den Seiteneingang auf einen zinnoberroten Stuhl warf. Und für die kurze Zeit des Pirschens und Jagens gehe ich auf in dieser Szenerie und vergesse die Realität um mich herum. Für wahr hätte dieser Blick durch das eiserne Tor auch eine Szene in einem Traum sein können.

Der Geist der Zeit schmeichelt manchen Türen und Toren besonders. So wie dieser hier. Was dahinter liegt, ist ganz einfach ein Antiquitätengeschäft, ein sog. Παλαιοπωλειον.

Im Schatten einer Palme: Ja, Rot ist eine meiner absoluten Lieblingsfarben und Tore eines meiner Lieblingsmotive. Hier sind beide Vorlieben vereint. Der Blick dahinter blieb mir leider verwehrt.


Quellen:

  • kazantzaki.gr: Homepage des KAZANTZAKIS MUSEUM zu Nikos Kazantzakis und seiner Zeit auf der Insel Ägina, aufgerufen am 04.04.2021.
  • historical-museum.gr: Chronologie zum Leben Nikos‘ Kazantzakis, „PETER BIEN“, „KAZANTZAKIS“, „POLITICS OF THE SPIRIT“. Princeton, New Jersey: Princeton University Press, xvii-xxiv.
  • kazantzakispublications.org: Bilder und Übersicht zum Leben von Nikos Kazantzakis, KAZANTZAKIS PUBLICATIONS, NIKI STAVROU, aufgerufen am 03.04.2021.

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