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Das Mysterium der Wasserenergie

Sichtbare Wasserenergie? Die Strömung bietet immense, nutzbare Antriebskräfte (Bild von caldazar87 auf Pixabay.com).


Wasserenergie nach Viktor Schauberger

Wie sollte Wasser am natürlichsten geleitet werden, damit die Wasserenergie bestmöglich genutzt werden kann?
Wie sollte Wasser am natürlichsten geleitet werden?
(Bild von Robert Allmann auf Pixabay.com).

Während ich in meinem letzten Beitrag das Wasser als lebendige Materie vorgestellt habe, soll es heute um sein energetisches Potential gehen. Als ich den Film „Die geheime Macht des Wassers“ sah, hörte ich auch von Viktor Schauberger. Der österreichische Förster hat seinerzeit enorme Forschungsarbeit geleistet, um die Natur zu verstehen. Und allem voran das Element Wasser. Dabei studierte er viele Jahre die Wasserbewegung und ergründete die damit frei werdenden Antriebskräfte. Auf der Basis seiner Beobachtungen entwickelte er Maschinen und Geräte. Sowohl seine Auffassungen werden nach wie vor stark kritisiert und die Funktionsweise seiner Geräte angezweifelt. Daher habe ich selbst Nachforschungen angestellt. Viel Spaß beim Lesen!

Ein Wasserlauf in einem Wald. Bild von marcelkessler auf Pixabay
Ein Wasserlauf in einem Wald. Bild von marcelkessler auf Pixabay

Steckbrief: Viktor Schauberger

Viktor Schauberger, wurde 1885 in Schwarzenberg am Böhmerwald geboren und starb 1958 in Linz. Der gebürtige Österreicher war Förster im Toten Gebirge, sowie Konsulent des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft. Er war sowohl Erfinder als auch Naturforscher und -philosoph. Nach jahrelanger Naturbeobachtung, glaubte er an ein natureigenes Bewegungsprinzip, die „Implosion“. Nicht zu verwechseln mit der Implosion aus der Physik (spektrum.de, aufgerufen am 13.04.2020). Dabei brechen Objekte in sich zusammen, sobald der Außen- den Innendruck übersteigt. Anstatt eines solchen Zusammenbruchs, sah Schauberger das Implosionsprinzip in spiral- oder schraubenförmigen Bewegungen. Aber auch Wirbeln und Strudeln.

Viktor Schauberger und das Wasser: Viktor Schauberger – Die Natur kapieren und kopieren (youtube.com, Dokumentarfilm, 2008).

Von Forellen und Holzflößen

Während Schauberger Forellen beobachtete, die gegen den Strömungswiderstand völlig ruhig in Bächen stehen, sah er immense Antriebskräfte ohne enormen Kraftaufwand. Auch die Holzflößerei, als Transportmöglichkeit von Holz auf Wasserstraßen, war für ihn Ausdruck der Wasserbewegung. So stellte erHolzschwemmanlagen her, die die konzentrischen Kräfte in Wasserwirbeln technisch nutzten. Damit machte er den Holztransport um ein Vielfaches effektiver und kostengünstiger.

Exkurs: Implosionsenergie

Während bei der Explosion, die Kräfte zentrifugal nach außen wirken, sind die Kräfte bei der Implosion nach innen gerichtet, also zentripetal (Unterschied zwischen zentrifugal und zentripetal). Bei der Implosion ist die zum Mittelpunkt gerichtet, wo sie maximal wird. Statt edle Rohstoffe in minderwertige Produkte (Abgase, Asche usw.) umzuwandeln, wie bei der Explosion, werden bei der Implosion Stoffe niedriger Wertigkeit in höherwertige umgewandelt. Wie bei einem Veredelungsvorgang bei gleichzeitiger Energieerzeugung.

Obwohl Explosion in der Natur auch stattfindet, tritt sie nur bei Verbrennung und Verrottung auf. Rotte ist ein Zerfallsprozess eines Komplexes oder Organismus in einzelne Stoffe und Elemente. Diese stellen die Grundlage für Aufbauprozesse dar. Im Universum existieren viele nach innen gerichteten Kräfte, so z.B. Strudel und Wirbel. Soweit läuft alles Aufbauende nach dem Implosionsprinzip ab.

Die Bachforelle – Salmo trutta fario

Während Schauberger Bachforellen beobachtete, sah er, dass naturbelassene Wasserläufe in sich drehende, einspulende Formen bilden. Um zu Laichgründen flussaufwärts zu gelangen, können Bachforellen mehrere Meter hoch gegen die Masse herabstürzenden Wassers springen.

  • Die Forelle (Salmo trutta) nutzt die Wasserenergie in Strömungen und Wirbeln um flussaufwärts an ihre Laichplätze zu kommen (Bild von Wilfried Kopetzky auf Pixabay).
  • Die Forelle (Salmo trutta) nutzt die Wasserenergie in Strömungen und Wirbeln um flussaufwärts an ihre Laichplätze zu kommen (Bild von LoggaWiggler auf Pixabay).
  • Die Forelle (Salmo trutta) nutzt die Wasserenergie in Strömungen und Wirbeln um flussaufwärts an ihre Laichplätze zu kommen (Bild von Gaby Stein auf Pixabay).
  • Die Bachforelle (Salmo trutta fario) nutzt die Wasserenergie in Strömungen und Wirbeln um flussaufwärts an ihre Laichplätze zu kommen (Bild von Steen Jepsen auf Pixabay).
  • Eine Bachforelle (Salmo trutta fario) beim Sprung flussaufwärts aus einer Wasserströmung heraus (Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/Erik_Karits-15012370/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=image&utm_content=4816819">Erik Karits</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=image&utm_content=4816819">Pixabay</a>).
  • Die Bachforelle (Salmo trutta fario) nutzt die Wasserenergie in Strömungen und Wirbeln um flussaufwärts an ihre Laichplätze zu kommen (Bild von Co_Sch auf Pixabay).

Wie die Forelle die Wasserenergie nutzt

Da herabstürzendes Wasser in seinem Zentrum einen Sog erzeugt, kreist die Forelle solange um diese Wassermasse, bis sich eine Einstiegsmöglichkeit ergibt. Indem der Sog gegen den Fließrichtung gerichtet, katapultiert er die Forelle ins Oberwasser. So kann sie einen Wasserfall nach dem anderen überwinden. Nachdem die gleiche Energie auch in der Luft existiert, können Vögel sie nutzen. Dadurch dass Implosionsenergie von vielen Tieren selbst erzeugt wird, können Haie mit ihrer Haut und Vögel mit ihren Federn bei Bewegung Wirbel und damit eine Umlenkung hervorrufen.

Die Flößerei – Holzschwemmanlagen

  • Bei der Flößerei wird die Wasserenergie zum Transport von Holz genutzt. 1890: Eine Flut zerstörte mehrere Bögen der Karlsbrücke in Prag.  Vorne: Flößer transportieren Baumstämme über das Wasser  (commons.wikimedia.org, Fotograf unbekannt).
  • Bei der Flößerei wird die Wasserenergie zum Transport von Holz genutzt. Hier werden Stämme aus Bambusholz in langen Flößen transportiert. Suzhou, Jiangsu, China, ca. 1900-1919  (digitallibrary.usc.edu, Fotograf unbekannt).
  • Auch er nutzt die Wasserenergie zum Transport von Holzflößen. Wilhelm Witte, einer der letzten Flößer auf der Örtze (Foto von Hermann Rabe, Aufnahme ca. 1910).

„In der Natur gibt es keine geraden Linien“

Viktor Schauberger (1885 – 1958),
Konsulent des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Erfinder, Naturforscher und -philosoph.

Die Wasserenergie und das Horn

Indem Schauberger auf die Form des Horns der Kudu-Antilope (Großen Kudu, Strepsiceros strepsiceros) stieß, entwickelte er Wendelrohre, die verdreht waren. Denn die spiralförmige Windung der Hörner eignete sich für die Wasserführung. Zudem schuf er Rohre, die eingedrückt waren und worin Wasser eine Drehung in der Drehung macht.

Die Sogturbine

Weil Schauberger die Bedeutung des Sogs bewusst war, baute er eine ´Sogturbine´. Darin soll ein Fluid bis zur Schallgeschwindigkeit beschleunigt werden, so dass sich ein ´Vakuum´ ergibt. Damit erreicht die Maschine durch den Luftdruck eine hohe Beschleunigung. Und liefert nutzbare Energie (Verein für Implosionsforschung e.V., aufgerufen am 15.04.2020). Da sich in Wasserrohre mit spezieller Form der Durchfluss so beschleunigt, dass ein starker Sog entsteht, baute Schauberger seine Sogturbine mit Wirbelrohren.

Freie Wasserenergie: Die Repulsine?

Bereits mehrfach wurde das Prinzip der freien Energie entdeckt. Neben Nikola Tesla soll es auch Viktor Schauberger erkannt haben. Während Freie_Energie in der Physik ein thermodynamisches Potential ist, meinten Tesla und Schauberger eine unerschöpfliche Energiequelle. So dass diese auch nach „Entnahme“ und Umwandlung in alltägliche Energieformen dem Energieerhaltungssatz nicht widersprechen würde. Während ein thermodyn. Potential ein thermodyn. System im Gleichgewicht beschreibt.

Exkurs: Thermodynamik

Als Thermodynamik (von altgr. θερμός thermós, warm, sowie altgr. δύναμις dýnamis, Kraft) befasst sich diese Lehre mit der Umwandlung von thermischer E. in mechanische Arbeit. Indem der 1. Hauptsatz besagt, dass Energie in einem abgeschlossenen System konstant ist, gilt dies als Energieerhaltung in der gesamten Physik. Währenddessen beschreibt der 2. Satz, in welche Richtung Energie umgewandelt werden kann. So kann z.B. mechanische, elektrische oder chemische in Wärmeenergie umgewandelt werden. Während die Umwandlung von thermischer E. nur partiell und unter hohem technischen Aufwand möglich ist.

Schauberger erkannte, dass Gewässerströmungen große Wasserenergie freisetzen können 
(Bild von Andrew Wilson auf Pixabay
Schauberger erkannte, dass Gewässerströmungen große Wasserenergie freisetzen können
(Bild von Andrew Wilson auf Pixabay)

Demgemäß könnte freie Energie nur dann in der beschriebenen Form existieren, wenn ein System nicht in sich geschlossen ist. Denn damit wäre sie nicht etwa konstant, sondern frei und in unerschöpflichem Maße verfügbar.

Die Repulsine: Freie Energie aus Implosion

Unter dem Namen Repulsine baute Schauberger eine Maschine zur Erzeugung von Freier Energie aus Implosion. Soweit bekannt, sollen sich im Inneren der Repulsine sowohl Abkühlung sowie starker Unterdruck als auch hohe Fließgeschwindigkeiten ergeben. Indem Sogwirkungen entstehen, soll nutzbare Energie entstehen. Wenn Abkühlprozesse aufträten, könnte zudem thermische Energie in mechanische Antriebskräfte umgewandelt werden. Dies soll freies Schweben ermöglicht haben.

Begehrt und beschlagnahmt: Die Biografie der Repulsine

Um 1940 wird die erste Repulsine in Wien gebaut. Durch eine Intrige wird Schauberger ein Jahr später in das Psychiatrische Krankenhaus Mauer-Öhling eingewiesen. Und anschließend von der SS überwacht. Ferner beschäftigt er sich mit Flugzeug-Turbinen-Antrieben. Bis er 1944 er die Möglichkeit erhält, seine Experimente im Konzentrationslager Mauthausen weiterzuführen (Web-Archiv Mauthausen, Dürr und Lechner, 29.11.2014) Zudem soll aus die Repulsine zu Flugzeug- bzw. U-Boot-Antrieben weiterentwickelt werden (pks.org.at, abgerufen am 16.04.2020). Als zum Kriegsende amerikanische Truppen eintreffen, wird er erneut bewacht uns seine Geräte unter Verschluss gestellt (Olof Alexandersson, 15.04.2013).

Viktor Schauberger als einer der die Wasserenergie verstanden hat.
Viktor Schauberger – Begründer der naturgemäßen Technik (Poster von implosion-ev.de, aufgerufen am 16.04.2020)

Als ihm ein US-amerikanisches Firmenkonsortium 1958 finanzielle Mittel zur Erforschung der Implosionsenergie anbietet, reist er mit seinem Sohn Walter Schauberger nach Texas. Nachdem Schauberger gezwungen wird, seine bisherigen Erfindungen und Ergebnisse den Amerikanern vertraglich zuzusichern, reist er ab. Weder seine Modelle noch Arbeitsunterlagen kann er mitnehmen. 5 Tage vor seinem Tod im Jahr 1958 kehrte er aus den USA zurück.

Man könnte meinen die Wasserenergie eines Bachlaufes zu sehen... 
(Bild von Thilo Becker auf Pixabay)
Man könnte meinen die Wasserenergie eines Bachlaufes zu sehen…
(Bild von Thilo Becker auf Pixabay)

Schauberger zufolge kann die Repulsine sowohl zur stationären Energieerzeugung als auch Fluggerät genutzt werden. Doch ein erfolgreicher Nachbau gelang bis heute nicht (implosion-ev.de, aufgerufen am 16.04.2020). Obwohl seine Erfindungen zu Lebzeiten offenbar eine Reihe von Arbeitsvorgängen erleichtert haben, wurden sie in der Neuzeit nicht mehr aufgegriffen oder weiterentwickelt. Was er für die Landwirtschaft geleistet hat, wird Thema eines neuen Online-Beitrages sein. Nachdem mich sein Naturverständnis sowie sein technischer Verstand sehr beeindruckt, erlaube ich mir damit keine Bewertung seines Lebenswerks.


Quellen:

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Comments (2)

  1. […] Das Mysterium der Wasserenergie 6. April 2020 […]

  2. […] Wer sich außerdem für Naturwissenschaften begeistert, kann hier ‚Das Geheimnis des Wassers‘  nachlesen. Oder auch zur Wasserenergie nach Viktor Schauberger. […]

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